
«Einen Kode?«
«Jesses, Mo, benutze deinen Kopf! Einen Alias, einen Müller oder Meier… «
«Das sind ziemlich gewöhnliche Namen…«
«Dann Schickelhuber oder Moskowitz! Was du willst! Sag ihm nur, daß er uns wissen läßt, wo er ist.«
«Ich verstehe.«
«Und jetzt hau ab, aber geh nicht nach Hause! Nimm ein Zimmer im Brookshire in Baltimore unter dem Namen… Morris, Phillip Morris. Ich treffe dich später dort.«
«Was wirst du tun?«
«Etwas, was ich hasse… Ich werde mir ein Ticket für einen der verfluchten Autoscooter kaufen. Niemand wird einen Krüppel in so einer Kiste beachten. Sie jagen mir zwar höllische
Angst ein, aber es ist ein Ausweg, selbst wenn ich die ganze Nacht in dem verdammten Ding sitzen bleiben muß… Und jetzt verschwinde! Beeil dich!«
Der Wagen raste nach Süden über die Hügel von New Hampshire in Richtung Grenze von Massachusetts. Der Fahrer war von großer Gestalt mit einem scharf geschnittenen Gesicht. Seine Kinnbacken arbeiteten, und seine klaren, hellblauen Augen waren wütend. Neben ihm saß seine außergewöhnlich attraktive Frau. Ihre kastanienbraunen Haare leuchteten im Schein des Armaturenbretts rötlich. In ihren Armen hatte sie ein Kind, ein kleines Mädchen von acht Monaten; auf dem Rücksitz saß noch ein Kind, angeschnallt in einem tragbaren Kindersitz, ein blonder Junge von fünf Jahren, und schlief unter einer Decke.
Der Vater war David Webb, Professor für Orientalistik, aber früher einmal am berüchtigten Medusa-Projekt beteiligt, einer noch größeren Legende als Jason Borowski.
«Wir wußten, daß es passieren wird«, sagte Marie St. Jacques-Webb, Kanadierin von Geburt, von Beruf Ökonomin und durch Zufall Retterin von David Webb.»Es war nur eine Frage der Zeit.«
