
«Johnny war immer der aggressive Typ. Vater hat einmal gesagt, daß er ein verkrüppeltes Kalb als erstklassigen Stier verkaufen könnte, ohne daß der Käufer es merkt.«
«Die Sache ist, daß er dich liebt… und die Kinder. Ich zähle auch auf seine… egal, ich vertraue ihm.«
«Wenn du meinem Bruder auch noch so sehr vertraust, was ist mit deiner Orientierung? Du hast gerade die Abzweigung zur Hütte verpaßt.«
«Verdammt!«schrie Webb, bremste und wendete.»Morgen! Du und Jamie und Alison, ihr nehmt einen Flieger vom Flughafen Logan. In Richtung Insel!«
«Darüber sprechen wir noch, David.«
«Da gibt es nichts zu diskutieren. «Webb atmete tief und gleichmäßig durch, er hatte sich ganz merkwürdig unter Kontrolle.»Hier bin ich schon mal gewesen«, sagte er ruhig.
Marie sah ihren Mann an. Sein plötzlich passives Gesicht zeichnete sich im Licht des Armaturenbretts ab. Was sie sah, erschreckte sie mehr als das Gespenst des Schakals. Sie sah nicht David Webb, den leise sprechenden Gelehrten. Sie starrte auf einen Mann, von dem sie beide gedacht hatten, daß er für immer aus ihrem Leben verschwunden wäre.
Kapitel 2
Alexander Conklin faßte seinen Stock fester, als er in den Konferenzraum der Central Intelligence Agency in Langley, Virginia, hinkte. Er stand vor einem langen, beeindruckenden Tisch, groß genug, um dreißig Personen Platz zu bieten, aber statt dessen saßen nur drei Personen um ihn herum. Der Mann am Kopfende war der grauhaarige DCI, Direktor der Central Intelligence. Weder er noch seine beiden höchstrangigen Stellvertreter schienen erfreut, Conklin zu sehen. Die Begrüßung verlief förmlich, und statt den offenbar für ihn vorgesehenen Platz neben dem CIA-Beamten zur Linken des DCI einzunehmen, zog Conklin einen der Stühle am unteren Ende des Tisches hervor, setzte sich und lehnte seinen Stock mit einem Knall gegen die Tischkante.
