
«Was diese Akte angeht, bin ich auf alles gefaßt.«
«Wie auch immer«, sagte DeSole sanft.»Man wußte von dir, daß du Probleme hattest, und Panov ist nicht so erfahren, was Sicherheitsprobleme angeht.«
«Worauf, zum Teufel, willst du hinaus?«
«Ein dritter Name wurde den Zugriffsformalitäten für die Hongkong-Akte hinzugefügt… Edward Newington MacAllister, auf seine eigene Veranlassung hin und mit dem Einverständnis sowohl des Präsidenten als auch des Kongresses. Dafür hat er gesorgt.«
«Oh, mein Gott«, sagte Conklin leise, zögernd.»Als ich ihn vergangene Nacht von Baltimore aus anrief, sagte er, es sei unmöglich. Dann sagte er, ich müsse mir selbst ein Bild machen und er werde diese Konferenz hier ansetzen… Jesus, was ist geschehen?«
«Ich würde sagen, daß wir in anderer Richtung suchen müssen«, sagte der DCI.»Aber bevor wir das tun, Mr. Conklin, müssen Sie eine Entscheidung treffen. Sie sehen, daß keiner von uns hier am Tisch etwas über den Inhalt dieser höchst geheimen Akte weiß. Wir haben uns natürlich darüber ausgetauscht, wobei klar wurde, daß wir alle nicht mehr wissen, als daß Sie in Hongkong einen Teufelsjob geleistet haben. Worum es aber genau ging, ist uns allen unbekannt. Wir kennen Gerüchte aus unserer Fernostabteilung, die die meisten von uns allerdings, offen gesagt, für übertrieben halten, doch es taucht immer wieder Ihr Name und der von Jason Borowski auf. Weiter heißt es, daß Sie für die Verhaftung und Hinrichtung des Killers, den wir als Borowski kennen, oder besser: kannten, verantwortlich waren. Aber vor wenigen Minuten haben Sie gesagt: >Der Mann, der den Namen Jason Borowski annahmc, womit Sie sagen, daß er lebt und sich irgendwo versteckt hält. Was also die Details angeht, wissen wir nichts, zumindest ich nicht.«
«Sie haben die Akte nicht eingesehen?«
«Nein«, antwortete DeSole.»Das war meine Entscheidung.
