
Medusa. Das Bataillon der Bastarde von Vietnam, diese rohe, offiziell gar nicht existierende Ansammlung von Killern und Banditen, die unter Führung von Kommando Saigon durch die Dschungel von Südostasien streiften, die Todesschwadronen, die Saigon mehr geheime Nachrichten übermittelten als alle Such-und-Vernichtungstrupps zusammen. Jason Borowski hatte Medusa überlebt, den Namen David Webb nur noch in vager Erinnerung gehabt — den Namen eines Gelehrten, der einmal eine Frau und Kinder besessen hatte, alle ermordet.
General Norman Swayne hatte zur Elite von Kommando Saigon gehört, hatte als Verbindungs- und Versorgungsstelle von Medusa fungiert. Und jetzt gab es eine neue Medusa, eine andere, mächtige, die Verkörperung des Bösen, getarnt hinter Respektabilität. Ganze Bereiche des internationalen Wirtschaftsgeflechts nahm sie ins Visier und zerstörte und zerstörte — alles zum Wohle einiger weniger, alles finanziert mit den Profiten jenes Bataillons der Bastarde, roh, nicht sanktioniert. Diese moderne Medusa war die Brücke zu Carlos, dem Schakal. Der Mörder würde dem Angebot ihrer Schöpfer nicht widerstehen können, und beide Lager würden gemeinsam den Tod von Jason Borowski verlangen. So mußte es einfach kommen! Und damit es so kommen konnte, mußte Borowski erfahren, welche Geheimnisse sich hier auf diesem Grundstück, das General Swayne gehörte, verbargen. Swayne war der Kopf für die Versorgung im Pentagon, ein gehetzter Charakter mit einer kleinen Tätowierung am Unterarm. Ein Medusa-Mann.
Ohne Geräusch oder Vorwarnung jagte ein schwarzer Dobermann mit ungezügelter Kraft durchs Unterholz auf ihn los. Jason riß die CO2-Pistole aus dem Gürtel, und als der geifernde Kampfhund mit gefletschten Zahnen in ihn hineinschnellte, feuerte er auf seinen Kopf, und in Sekundenschnelle zeigte der Pfeil seine Wirkung. Bewußtlos fiel der Hund zu Boden.
Schneide ihm die Kehle durch! brüllte es in Jason Borowski. Nein, entgegnete sein zweites Ich, David Webb. Der Mensch trägt die Schuld, nicht das Tier. Aus dem Weg, David!
